Freitag, 25. Juni 2010

Falsche Spinat-Spatzlen

Wer Südtirol ein bisschen kennt, weiß, dass Spinatspatzlen zu unseren Nationalspeisen gehören. Ich habe aber schon wunderschönen Mangold aus meinem Garten, der fast wöchentlich zu ernten ist und keinen Spinat. Man kann auch, nur mit dem Grünen Teil des Mangolds, wunderbar richtige Spinatspatzlen machen. Meine Lobeshymne über dieses Gemüse könnt ihr hier nachlesen. Heuer ist er noch schöner und ergiebiger. Was tun mit dieser Fülle?Es ist, wie so oft, ein Gericht entstanden, das ich sicher wieder koche, dank der guten Akzeptanz.
Ich dünste den Mangold und gebe ihn zu weiße Spatzlen, anstatt ihn passiert in den Teig zu rühren.
Hier aber das vollständige Rezept:
  • 150 g Mehl, ich verwende Typ 550, man kann aber auch 00 nehmen
  • 150 g Hartweizenmehl
  • 1,5 TL Salz
  • 300 ml Milch
  • 1 Ei

  • 100 g Schinken
  • 2 EL Pinienkerne
  • ca. 15 Oliven
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl

  • Parmesankäse
  1. Ich stelle Wasser auf den Herd und lasse es kochen, dann salze ich es.
  2. Ich verrühre die zwei Mehlsorten und das Salz, schütte die Milch in einem Schwall dazu und rühre sie mit dem Kochlöffel unter. Dann schlage ich das Ei hinein und versuche es so sachte wie möglich hinein zu rühren. Dann lasse ich den Teig mindestens 1/4 Stunde stehen, vielleicht auch länger.
  3. Ich wasche den Mangold, verwende aber nur den grünen Teil und schneide diesen in breite Streifen.
  4. Ich entkerne die Oliven und hacke sie grob.
  5. In erhitze Olivenöl in der beschichteten Pfanne und gebe den Mangold dazu. Ich lasse ihn auf niederer Flamme dünsten. Den Schinken zupfe ich dazu, die Pinienkerne röste ich noch etwas mit. Zum Schluss kommen noch die Oliven dazu und dann salze und pfeffere alles.
  6. Inzwischen kocht das Wasser und ich schabe mit einer Spatzelhobel den Teig ins gesalzene Wasser. Sobald sie fertig sind, schütte ich sie ab.
  7. Ich gebe die Spatzlen in die Pfanne, träufle noch Olivenöl darüber und vermische sie mit dem Gemüse.

Parmesankäse hobelt sich dann noch jeder selbst darüber. Einmal andere Spinat-Spatzlen, wie wir gewohnt sind, aber geschmeckt hat es uns sehr.

Mit den Stielen mache ich Mangold-Quiche. Dafür dünste ich die Stiele. Aber dazu ein anderes Mal.

Übrigens ist mein nächster Post, welcher nach dem Urlaub ins Netz kommt, der 100ste. Dann wird ein bisschen gefeiert!

Mittwoch, 23. Juni 2010

Liebesknochen, aber nicht für den Hund

Den Mangold hab ich ja total vergessen!! Wenn mich Jutta nicht daran erinnert hätte, würde ich ja schön dastehen. Aber ich muss ihn nochmals aufschieben, da ich so viele Kirschen geschenkt bekommen habe, von lieben Leuten, und unbedingt etwas damit machen musste.
Barbara von Barbaras Spielwiese hat vor nicht allzulanger Zeit Éclairs gezaubert. Da dieses Wort bei uns niemand aussprechen kann, hat man dieses Gebäck einfach in Liebesknochen umgetauft. Ich habe sie mit Karamellsahne und Kirschen gefüllt und einen Karamellguss darüber gegeben.
Die Zutatenliste meines Teiges ist ein wenig anders, schmecken tut es aber gleich, da ich diesmal das Rezept von Barbara ausprobiert habe. Bei mir wird's ein wenig mehr.

Zutaten für den Brandteig:
  • 125 ml Milch
  • 125 ml Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zucker
  • 100 g Butter
  • 175 g Mehl
  • 4 Eier
  • Backpulver ist nicht notwendig

Für die Karamellsahne:

  • 300 ml heiße Sahne
  • 50 g Zucker
  • 2 EL Wasser
  1. Eigentlich fange ich mit der Fülle an, da diese mindestens 12 Stunden abkühlen muss. Deshalb schütte ich den Zucker und das Wasser in meinem höchsten Topf, da es beim Aufgießen ziemlich schäumt, und erhitze es solange bis der Zucker karamellisiert, nehme den Topf vom Herd und schütte die heiße Sahne dazu. Aufpassen es schäumt ganz wild!
  2. Ich lasse das Ganze solange leicht köcheln, bis sich der ganze Zucker aufgelöst hat, schütte dann die Sahne in eine Schüssel, in der ich sie am nächsten Tag aufschlagen kann, lasse die Sahne fast auf Zimmertemperatur abkühlen und stelle sie dann für 12 Stunden, aber auch länger, in den Kühlschrank.
  3. Am nächsten Tag beginne ich mit dem Backofen und schalte ihn auf 200° Heißluft.
  4. Ich schütte Milch und Wasser in einen Topf mit dickem Boden, gebe Salz, Zucker und Butter dazu und lasse alles aufkochen.
  5. Das Mehl muss in einem Mal in die Flüssigkeit geschüttet werden, nix mit sieben. Ich rühre sofort mit dem Kochlöffel alles glatt. Der Teig wird zu einem Klumpen. Ich rühre ihn noch ein wenig im heißen Topf, er heißt ja auch Brandteig.
  6. Ich schütte den Teig in eine Rührschüssel um, Barbara meint es müsse eine Metallschüssel sein, ist aber nicht notwendig. Mir ist der Brandteig immer gelungen.
  7. Ich lasse den Teig ein wenig auskühlen, nur ganz kurz, dann rühre ich die Eier einzeln mit dem Handrührgerät unter. Nach jedem Ei wird der Teig zäher.
  8. Ich fülle die Masse in den Spritzsack und spritze auf die mit Backpapier ausgelegten Bleche Liebesknochen.
  9. Dass man Brandteig mit Wasser bespritzt, so wie Blätterteig, habe ich nicht gewusst, aber ich glaube es auf's Wort.
  10. So nun werden die Bleche in den Ofen geschoben und 20-25 Minuten gebacken.
  11. Barbara sagt man solle alle Éclairs noch warm aufschneiden. Das ist eine Super-Idee. Wir haben Proben gemacht: aufgeschnittener bleiben sie länger knusprig, sonst weichen sie von Innen heraus auf.
  12. Jetzt schlage ich die kalte Karamellsahne auf, wie normale Sahne. Sie wir steif, dass man sie mit der Spritze in die Liebesknochen-Mitte spritzen kann. Ich habe noch Kirschen geviertelt und in die Sahne gedrückt.
  13. Der Karamellguß ist eigentlich ganz einfach, muss aber nicht sein. Man braucht dazu Fondant, welchen ich vom Konditor hole. Ich brauche dazu: 80 g Zucker, 150 g Fondant und etwas Sahne. Ich karamellisiere den Zucker und rühre den Fondant ein. Es ist jetzt schon eine schöne Masse, aber ich gebe noch ein wenig Sahne hinein, damit sie cremiger wird.

Wenn das kein Liebesbeweis ist?

An Stelle von Kirschen kann man auch anderes Obst nehmen, aber wir essen die Liebesknochen auch nur mit Karamellsahne.

Den Mangold gebe ich noch vor dem Urlaub ins Netz. Denn danach gibt es 2 Wochen keinen Eintrag.

Montag, 21. Juni 2010

Das ist ein Typ, dieser Polyp!


Noch bin in der Küche ich am Ruder und deshalb gibt es wieder einmal für uns zwei Erwachsene Tintenfischsalat. Unsere Kinder probieren ein Häppchen, aber essen lieber was anderes.
Als Kind konnte ich überhaupt nicht verstehen, dass einem so etwas schmecken kann, mit diesen ganzen Armen und Saugnäpfen. In Meran hat es ein Restaurant gegeben, dort waren im Schaufenster die Antipasti ausgestellt, unter anderem auch Tintenfischsalat. Wenn ich vorbei kam, schaute ich immer hinein, wie auf dem Lunapark, das ist der Rummelplatz, ins Gruselkabinett, wo ich mir immer die Augen zugehalten hab und nachher bei meiner Schwester nachfragte, ob es sehr gruslig war.
Aber man lernt viel im Laufe seines Lebens. Man muss nur die Augen und den Geist offen halten für Neues.
Tintenfische gibt es sehr viele von ganz kleine, das sind die Moscardini, bis zum Polypen. Ganz die großen, welche sich in den tiefsten Stellen der Ozeane aufhalten, gibt es nicht für den Verzehr zu kaufen.
Hier mein Tintenfischsalat, der sehr schnell gemacht und eine wirkliche Delikatesse ist:
Zutaten für 4 Personen:
  • 1 Polyp, das Gewicht ist nicht so wichtig, die Zubereitung ist immer die gleiche
  • 1 Karotte
  • 3 Stangen Sellerie, entweder Bleichsellerie oder das Herz einer Selleriestange
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zitrone
  • Olivenöl
  • Petersilie
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Ich erhitze im Schnellkochtopf soviel Wasser, damit der Polyp beim Kochen komplett vom Wasser bedeckt ist, gebe eine geschälte Karotte, eine Selleriestange, das Lorbeerblatt und etwas Salz hinein.

  2. Danach lasse ich den gewaschenen Tintenfisch mit den Füßen voraus ins kochende Wasser. Nicht weil er das unbedingt müsste. Aber es beeindruckt mich immer wieder wie sich seine Füße auf der Stelle aufrollen, als ob er sagen wollte: "Meine liebe Frau, das ist mir zu heiß!"
  3. Ich schließe den Schnellkochtopf und lasse ihn unter Druck gehen. Bei den meisten Schnellkochtöpfen sieht man dann Ringe. Ich lasse ihn 10 Minuten kochen und muss während dieser Zeit den zweiten Ring immer sehen.
  4. Ich wasche den restlichen Sellerie und schneide ihn in sehr feine Scheiben und fange ihn in einer Schüssel auf.
  5. Ich hacke die gewaschene und getrocknete Petersilie fein und gebe sie zum Sellerie.
  6. Sobald die Zeit um ist nehme ich den Schnellkochtopf vom Herd. Wenn ich es eilig habe, stelle ich den Schnellkochtopf ins Waschbecken und lasse einen ganz feinen Strahl kaltes Wasser über den Deckel laufen. Wenn ich Zeit habe, lasse ich das Ventil einfach langsam von alleine hinunter gehen, was bei Flüssigkeit auch das Gescheiteste ist.
  7. Ich hole den Tintenfisch vorsichtig aus dem Topf. Er sprudelt ein bisschen und man könnte sich verbrennen, aber ich weiß, dass er noch ausgeistert (ich sag's ja, Gruselkabinett!!) und gehe mit einer langen Gabel dran.

  8. Ich schneide ihn noch heiß in Stücke, da er warm gegessen werden sollte. Er ist butterweich. Vorher muss ich aber seinen Schnabel, so heißt das Fresswerzeug des Tintenfisches und seine Augen herausschneiden. Der Mund sitzt unten, in der Mitte von den Füßen, die Augen vorne am Kopf. Ich möchte nachher beim Verzehr nicht in eines seiner Augen blicken müssen.
  9. Jetzt richte ich den Salat nur mehr mit Zitrone, Salz, Pfeffer und einem guten Olivenöl an und fertig ist dieser delikate, leicht verdauliche Genuss.

Was natürlich nicht fehlen darf ist eine Scheibe Ciabatta und ein Gläschen Weißwein und schon bin ich im siebten Himmel und wie ihr seht braucht es dazu nicht viel!
Falls noch etwas übrig bleibt, was selten passiert, wärme ich den Salat über Wasserdampf.

Donnerstag, 17. Juni 2010

INHALTSVERZEICHNIS

A
Ananas-Carpaccio
Amarettini-Kirschkuchen
Apfelmousse-Torte
Apfel-Schokosahne
Apfelsorbet, Kokossuppe und Holunderschaum
Apfelstrudel mit Mürbteig
Apfelstrudel mit mürbem Ziehteig
Apfeltorte
Artischockengemüse mit Saubohnen und Zitrone
Artischocken mit Eierdip
Artischockensalat mit rosa Pompelmo
Aufgstellte Virpänk

B
Bacio-Eis
Baguette
Bauernbrot
Bauernbratele
Beschwipstes Kaninchen
Birnenkompott
Birnenkuchen
Blätterteig
Blaukraut
Bohnensuppe mit Cannellini
Branzino in der Salzkruste
Bratapfel
Brownies
Brotlaibchen
Brombeer-Birnen-Marmelade
Bruchspargel mit Fave
Bruchspargel mit Garnelen
Bucatini mit Zucchinistreifen
Bucatini all'Amatriciana
Bucatini mit Artischockensugo
Bulgursalat
Butterschmalz

C
Casunziei
Cake Pops
Chili-Feigen-Paste
Crostata ai frutti di bosco e ricotta
Cremeschnitte
Calamari ripieni 
Coniglio alla ligure
Conchiglie alla zucca
Couscous mit Gemüse und Würstchen

D
Dinkel-Kastenbrot
Dinkelvollkornnudeln mit Bärlauchpesto
Dörrgemüse-Risotto

E
Éclairs mit Karamellsahne
Eis mit Nüssen und Schokolade
Ensaimadas
Erdbeerkompott mit Vanillecreme

F
Feigentarte
Feigenkuchen
Feigen, getrocknet
Fischlasagnette
Fischsalat
Fischspieße
Fior-di-latte-Eis
Fleischspieße
Focaccia mit Löwenzahn
Focaccia mit Oliven und Bauchspeck
Frischkornmüsli
Frittata
Frittatensuppe
Fusilli mit pikanten Brotbröseln
Fusilli für müde Wanderer

G
Garnelen mit gedünstetem Spargel
Gedörrte Feigen
Gefüllte Melanzane
Gefüllte Zucchiniblüten
Gerstsuppe
Gemüsekuchen
Gegrillter Spargel
Gemüsepfanne
Gemüse-Risotto 
Gnocchetti di catalogna
Gnocchi mit Gemüse und Juspaste
Gnocchi mit Steinpilzen, überbacken
Gnocchi di ricotta con cuori di carciofi
Grünkernbraten mit Gemüsebeilage

H
Hackbraten mit Gemüsesauce
Hamburger 
Herrengröstl
Heuschreckenkrebs
Hippenkörbchen
Hirschgulasch
Hirten-Nudeln
Holundersirup
Hühnerbrust, gefüllt
Hühnerschenkel mit Apfel

J
Jogurt, selbstgemacht
Jogurtcrème mit Calvados-Äpfel

K
Kaiserschmarren
Kalbsbrust
Kalte, mediterrane Nudeln
Kaninchen, beschwipst
Kaninchen, ligurisch
Kartoffel-Gratin
Kartoffelstampf mit Zwiebelringen und Olivenöl
Kartoffelteigtaschen mit Hirschfüllung
Kastanienherzen
Kastaniensuppe mit Trüffel
Käse-Marillenkuchen
Kernmix für Salate
Kichererbsenmus
Klostergipfelen
Knödel-Tris
Kohlrabi-Carpaccio
Kräuterfladen
Kuchen am Stiel
Kürbis-Bohnensalat mit Perlzwiebeln
Kürbisfladen
Kürbisravioli
Kürbisgnocchi
Kürbisgnocchi II mit Taleggio
Kürbisnudeln

L
Lammkeule mit Kräuter
Lammkoteletten mit Bärlauchkruste
Lauch-Pfannkuchen mit Käse
Laugenknödel
Liebesknochen mit Karamellsahne
Löwenzahnsalat
Lumaconi, gefüllte Riesennudeln

M
Maiskolben, gegrillt, mit Kräuterpfefferbutter
Mandelmousse mit pochiertem Pfirsich
Mangoldkuchen
Mangold-Quiche
Mangold-Spatzlen
Marillenmarmelade
Maulbeer-Eis
Mediterraner Brotaufstrich
Melanzane, gefüllt
Melanzane mit Cous-Cous-Füllung
Melanzaneröllchen
Melanzanestrudel
Minestrone
Minz-Jogurt mit Quinoa-Salat
Mohn - Aufgstellte Virpänk
Moscardini in umido
Mozzarella in Carozza
Muffins mit Käsefülle

O
Ofenkartoffeln, gefüllt
Oliven in Salamoia
Orata al forno
Ossobuco alla milanese

P
Paella
Paglia e fieno alla contadina
Pandoro
Panna cotta mit Orangensauce
Panzanella
Papardelle alle fave e ricotta
Pasta fagioli
Pasta casa Felder
Pasticcio di melanzane
Pasticcio mit Brokkoli
Peperoni, gefüllt
Pfannkuchen mit Lauch und Käse
Pfirsichkompott
Pilzstrudel
Pizzoccheri
Polenta mit Pilzragout
Polenta mit Ricotta und Basilikum und Röstgemüse

R
Radicchiopalatschinken
Rhabarberkuchen mit Baiser
Rhabarbercremekuchen mit frischen Erdbeeren
Ratatouille-Türmchen
Rigatoni mit Pesto und frischem Tomatensugo
Rind, geschmort mit Cognac und Artischocken
Rinderhüftsteak mit Kichererbsenmus
Rindsrouladen auf italienisch
Rindsschnitzel, gefüllt
Risi e bisi
Risoni mit Tomatenzucchini
Risotto mit Rote-Rübenblätter
Risotto alla marinara
Risotto alla milanese
Risotto mit Gorgonzola und Birnen
Risotto mit Gemüse 
Riso venere mit Melanzane
Riso venere mit Saubohnen und Speck
Roastbeef mit Kräuteröl
Rohkost-Salat
Rohkostsalat mit karamellisierten Karotten und Cranberrys
Roggen-Gemüse-Knödel
Gefüllte Rondini
Rote-Rohnenknödel
Rote Rohnensalat mit Mozzarella

S
Sachertorte
Sahne-Roulade
Scheiterhaufen
Schlutzkrapflen
Schoko-Brezeln
Schoko-Pfirsichtorte
Schokomuffins mit Erdbeeren
Schokoladencreme mit Baiserhäubchen
Schokoladenmousse mit Savoiardi
Schokotörtchen mit Crème Brûlée Kern
Schokoladentraum
Schollenröllchen im Lauchmantel
Schupfnudeln mit Gemüse und Kräutern
Schwarzwälder-Kirsch im Glas
Schweinefilet im Artischockenmantel
Semifreddo vom Rhabarber
Sfogliata mit Peperoni
Sfincione palermitano
Sirup von der Holunderblüte
Smoothie mit Granatapfelsaft
Sommerliche Tomaten mit Reisfülle
Sommersalat
Spaghetti Carbonara light
Spaghetti mit Kartoffeln und Wurst
Spaghetti mit Zucchinispiralen
Spaghetti nach Männer Art
Spargel Erdbeersalat mit Vanilledressing
Spargel mit Boznersauce
Spargel-Lasagne
Spatzlen, überbacken
Speckknödel
Spieße mit Fülle in Peperonisauce
Spinatnocken
Spitzpaprika, gefüllt mit Hühnerfleisch
Stockfischgreastl
Steinpilz-Gnocchi
Steinpilz-Carpaccio
Stozzapreti trentini

T
Tagliatelle mit Pfifferlingen und Gewürztraminer
Tagliatelle mit Ragu
Tausendflöckchen-Suppe
Teigtaschen mit Mangold-Mascarpone-Füllung
Teigtaschen mit Rote Bete-Füllung
Tellerfleisch mit Salsa verde
Tintenfischsalat
Tintenfische, gefüllt
Tomaten mit Reisfülle
Tomaten-Ricottakuchen
Tomatensugo, selbstgemacht
Tonno di gallina
Topfenknödel mit Marillenkompott
Trüffel in der Kastaniensuppe
Truthahnspieß

V
Vegetarische Spieße
Vanillecreme mit Erdbeerkompott
Vanillegipfelen
Vollkorn-Risotto mit Schwarzwurzeln und Karotten

W
Wachteln auf veroneser Art
Wildhasen-Rücken

Z
Zirmer-Torte
Zitronentarte
Zucchini-Carpaccio
Zucchiniblüten, gefüllt
Zucchini (Rondini), gefüllt
Zwetschgendatschi

Pasta fredda, kalter Nudelsalat

Bei uns ist es momentan nicht so warm wie es sein sollte, durch die Unbeständigkeit des Wetters. Aber das kann sich von einer Minute auf die andere ändern. Kaum kommt die Sonne raus, ist die Hitze schon da. Letzte Woche hatten wir schon 35° im Schatten. Dann ist alles zu heiß, das Kochen, das warme Essen und das Kücheaufräumen.
Im Sommer versuche ich am Morgen, solange es noch angenehm ist, zu kochen und das geht mit so einem Gericht wunderbar.
Robert von lamiacucina hatte neulich einen Nudelsalat. Ich habe ihm vorgeschwärmt, dass ich kalte Nudeln liebe. Er hat sich gewundert, dass man in Italien Nudelsalat kennt.
Der italienische Nudelsalat wird mit viel Gemüse, etwas Fleisch, viel frischen Kräutern, Olivenöl, halt richtig mediterran zubereitet.
Hier eine Version, die aber in vielen Variationen abgeändert werden kann. Lasst eurer Fantasie freien Lauf. Alles was schmeckt, passt.
Zutaten für 4 Personen:
  • 300 g Nudeln ohne Loch, hier heißen sie Malfalda corta, aber man kann auch Farfalle nehmen
  • 1 roter Peperoni
  • 1 gelber Peperoni
  • 1/2 Melanzane
  • 1/2 Hühnerbrustfilet
  • Basilikum
  • Thymian
  • bestes Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer
  1. In einem Topf stelle ich Wasser auf den Herd und bringe es zum Kochen, dann salze ich es und koche die Nudel nach Packungsanleitung. Ich schütte die Nudel ab und lasse noch ein wenig kaltes Wasser darüber laufen, so kleben sie danach nicht so sehr zusammen.
  2. Ich schneide die Peperoni zwischen den Rillen in Stücke, damit ich überall ran komme und schäle sie mittlerweile schon seit Jahren mit dem Tomatenschäler, was eine Freude ist.


    Claudio gibt sie in den Ofen. Es ist viel aufwändiger und wärmeproduzierender als meine Methode. Vorallem funktioniert meine IMMER: Bei allen anderen ist es manchmal Glücksache.
  3. Die Melanzane schneide ich in Scheiben und salze sie, damit sie ein wenig Wasser ziehen kann.

  4. Den Zucchini schneide ich ebenfalls in Scheiben und beginne das Gemüse in einer beschichteten Pfanne zu grillen. Die Melanzanescheiben trockne ich mit Küchenkrepp, vor ich sie in die Pfanne gebe.
  5. Ich brate auch das Hühnerbrustfilet und salze und pfeffere es und das Gemüse.
  6. Jetzt schneide ich das Ganze in Würfelchen.
  7. Die Kräuter wasche ich, trockne sie, zupfe sie von den groben Stängeln und hacke sie nicht zu fein.
  8. In einer großen Schüssel mische ich Nudeln, Gemüse, Fleisch und Kräuter und richte den Salat mit Salz, Pfeffer und Olivenöl an.

Weitere Gerichte für den heißen Sommer sind dieser Nudelsalat oder auch der Bulgur, welcher ohne Probleme mit Cous-Cous ausgetauscht werden kann.

Dieses Jahr hat sich unser Junior (14 Jahre) bereit erklärt uns mittags zu bekochen, wie vor 3 Jahren schon seine Schwester. Mal schauen was herauskommt. Wenn ich darf(?!), dann möchte ich ihn dokumentieren. Vorläufig aber noch allerhand von meinem Gekoche, denn aus meinem Garten ernte ich schon so einiges z.B. Mangold. Der kommt das nächste Mal dran.

Mittwoch, 9. Juni 2010

Spargel-Lasagne


Diese Spargel-Lasagne hat eine Vorgeschichte. Ich bereite sie in dieser Art schon lange zu. Vor zwei Jahren wurde ich gebeten, ein paar Rezepte für die Provinz-Zeitung zur Verfügung zu stellen. Es war genau während der Spargelzeit und mir ist sofort diese Lasagne eingefallen.
Ich habe schön säuberlich meine Rezepte per E-Mail nach Bozen geschickt.
Am Tag der Veröffentlichung schaue ich in die Zeitung und was sehe ich da? Die Zutaten der Lasagne waren durcheinander geraten. Ich hatte auch noch den Nudelteig angegeben und dieser war mit dem Rest vermischt. Die Leute, welche mich kennen, haben mich dann gefragt, wie ich mir das vorgestellt hätte, mit dieser Zutatenliste. Der Erklärungen waren viele.
Eine Woche darauf gab es eine Richtigstellung, wer sie gelesen hat, hatte Glück, wer nicht und er wollte die Lasagne zubereiten, im Dilemma.
Erst gestern wurde ich wieder einmal darauf angesprochen, deshalb hier nochmals diese verflixte Lasagne, obwohl bei uns die Spargelsaison beim Ausklingen ist.
Zutaten für eine Lasagne, sicher für mehr als 4 Personen:
  • 300 g Lasagneblätter (gibt es auch sehr gute von der Firma Rana, im Kühlregal, sonst Eiernudelteig, wie hier mit gesamten Mehlanteil von 200 g und 2 Eiern)
  • 800 g grüner Spargel
  • 300 g Brie, ohne Rinde
  • 150 ml Milch
  • 60 g reifer Pecorino, gerieben
  • 50 g Walnusskerne
  • 40 g altbackenes Brot
  • 30 g Butter
  • Salz
  • Pfeffer
  1. Ich stelle Wasser für die Nudeln auf und salze es nachdem es bereits gekocht hat. Warum erst jetzt steht hier.
  2. Ich zerplücke das Brot und hacke es mit den Walnusskernen mit dem Cutter grob und mische es dann mit der Hälfte des Pecorinos.
  3. Ich wasche die Spargel und schäle nur das untere Drittel, schneide die Enden ab und, falls sie zu dick sind halbiere ich sie.

  4. Ich dämpfe den Spargel 10 Minuten.
  5. Ich mixe den Brie mit der Milch fein auf und mische den Rest des Pecorinos darunter, salze und pfeffere die Masse. Es soll eine eher dünnflüssige, streichfähige Masse werden, falls sie zu dick ist einfach noch etwas Milch untermixen.
  6. Ich koche die Nudelblätter ganz kurz auf, schrecke sie in kaltem Wasser ab und breite sie auf einem Küchentuch zum Trocknen aus.
  7. Ich heize den Backofen auf 200° Heißluft vor.

  8. Ich fette eine feuerfeste Form mit Butter ein und schichte als erstes Lasagneblätter ein.
  9. Ich verteile einen Teil der Käsemasse und lege dann Spargeln darauf. Vielleicht wäre es idealer nicht alle Köpfe in die Mitte zu legen. Der oder die Glückliche, welche das Mittelstück bekommt!
  10. Ich streue etwas von der Brotmischung darüber und fahre so lange mit der Schichterei fort, bis alle Zutaten fertig sind. Die oberste Schicht sollte die Käsepaste und viel von der Brösel-Mischung sein.
  11. Ich verteile einige Butterflöckchen darauf und schiebe die Lasagne für 30 Minuten in den Ofen.

Nach dem Backen sollte sie noch Zeit haben, etwas auszukühlen, denn wer kann schon glühen heiße Lasagne essen.

Ich hoffe, dass dieses Rezept so viele wie möglich erreicht und dieser Irrtum von damals wieder ein bisschen behoben wird.

Dienstag, 1. Juni 2010

Crostata ai frutti di bosco e ricotta

Wie übersetzt man crostata? Eine crosta ist eine Kruste. Dieser Kuchen wird mit einem Mürbteig zubereitet und nach dem Backen ist dieser Teig eine knusprige Hülle. Die Franzosen sagen Tarte dazu. Aber auf deutsch fällt mir kein passender Ausdruck ein.
Ich habe so einen Kuchen als Abbildung in einer Zeitschrift gesehen, aber es war kein Rezept dabei. Also habe ich mich ans Ausprobieren gemacht.
Ich muss sagen das Ergebnis war zufriedenstellend, so dass ich ihn jetzt schon das zweite mal gebacken habe.

Hier das Rezept:

Für den Mürbteig:
  • 330 g Mehl
  • 165 g kalte Butter
  • 165 g Staubzucker
  • 3 Eigelbe
  • Abrieb einer Bio-Zitrone

Für die Fülle:

  • 1 Glas Konfitüre, hier Waldbeeren, kann aber auch eine andere sein (450 g)
  • 300 g Ricotta romana
  • 2 Eigelbe
  • 70 g Zucker
  1. Ich heize den Backofen auf 170° Heißluft vor.
  2. Ich schütte das Mehl und den Zucker für den Mürbteig auf die Arbeitsfläche, bilde in der Mitte eine Mulde, reibe etwas Zitronenschale darüber und setzte die geschnittene Butter an den Rand. Ich verwende deshalb kalte Butter, da ich den Teig nach dem Kneten nicht solange kühlen muss und ihn relativ schnell weiter verarbeiten kann. Mit der kalten Butter geht das Kneten nicht viel langsamer als mit weicher.
  3. Ich fette die Kuchenform, welche ich verwende und später noch vorstelle, mit kalter Butter aus, nehme 150 g vom Teig und verteile den größeren Rest in der Kuchenform. Ich rolle den Teig etwas aus und versuche ihn in die Form zu bringen, was nicht einfach ist, da er sehr mürbe ist. Für den Rand rolle ich lange Stränge und drücke diese in die Seiten.
  4. Ich verteile die Marmelade auf dem Teig.
  5. Ich verrühre in einer Schüssel mit einem Teigschaber die Ricotta mit dem Zucker und den Eigelben und versuche diese Masse über der Marmelade so zu verteilen, dass man diese nicht mehr sieht, was mir nicht gelingt. Durch das verteilen, kommt immer wieder ein bisschen Marmelade zum Vorschein, ist aber weiter nicht schlimm.
  6. Ich rolle aus dem abgenommen Teig lange Stränge und bilde ein Kuchengitter. Außerdem gebe ich einen dünnen Strang um den Rand und drücke diesen mit einer Gabel an den bereits vorhanden Teig.
  7. Der Kuchen wird 45 Minuten in der Mitte des Ofens gebacken.

Wenn er abgekühlt ist, wird er noch mit Staubzucker bestäubt. Wenn mir manchmal jemand erzählt, er brauche keinen Kuchen zu backen, da ihn eh niemand isst, frage ich mich schon, was für einen "Plenten" da gebacken wird. Bei uns hält so ein Kuchen keine 5 Tage, dann er ist er weg.

Zu der Backform, die ich verwendet habe möchte ich noch kurz sagen, dass diese tolle Form die einzige ist, aus der ich diesen Kuchen unbeschadet herausbekomme. Der Boden liegt lose auf einem Rand und kann nach dem Backen mittels einer Erhöhung, auf der man den Kuchen stellt, heraufgehoben werden. Der Boden ist aus Email und somit schnitt-und kratzfest, also könnte man den Kuchen auch darauf schneiden.

Zu den übrigen Eiweißen gebe ich euch noch ein paar Tipps, damit ihr sie nicht wegwerfen müsst, wäre schade drum. Einmal hat Robert Stringozzi gemacht. Sie sind empfehlenswert. Petra hat einen Kuchen mit Eiweißen zubereitet und auch ich habe schon einmal den Schokoladenkuchen mit Eiweißen gepostet.

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